LIEBEVOLLES MALEN

Malen für persönliche Entwicklung, Selbsterkenntnis und den eigenen Weg

Heilsam malen mit procreate
BIOGRAFISCHES MALEN
INTUITIVES MALEN
BEWUSSTES MALEN
KUNSTTHERAPIE
SPIRITUELLES MALEN
AUSDRUCKSMALEN
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Wie ich die Worte LIEBEVOLLES MALEN für mich entdeckt habe …

🧡 Ich habe soooo viele Jahre gebraucht.

Es ist nicht einfach nur ein Begriff, der gut klingt oder Menschen anspricht.

Liebevolles Malen beschreibt meinen Umgang mit mir selbst, mit meinen Bildern und mit den Menschen, die ein Stück ihres Lebensweges gemeinsam mit mir gehen.

Zwei Worte.

LIEBEVOLLES MALEN.

Und doch steckt so viel mehr dahinter, als man auf den ersten Blick vermutet. Denn Liebevolles Malen ist für mich zu einer neuen Sprache geworden – einer Sprache, die oft viel mehr erzählen kann, als ich es mit Worten jemals könnte.

Wie die Suche begann

Ich wollte einen Begriff auf meine Website schreiben, der all das umfasst, was ich tue und von Herzen weitergeben möchte. Ich wünsche mir, dass Menschen schon beim Lesen spüren, worum es mir wirklich geht. Also machte ich mich auf die Suche.

Und sie dauerte viele Jahre.

Viele meiner Teilnehmerinnen und Teilnehmer kennen diese Geschichte. Ich habe ihnen immer wieder erzählt, dass ich noch auf der Suche nach meinen zwei Worten bin. Nach einem Begriff, der wirklich beschreibt, was ich da eigentlich tue.

Intuitives Malen. Freies Malen. Heilsames Malen. Bewusstes Malen. Ausdrucksmalen. Biografisches Malen. Spirituelles Malen. Kunsttherapeutische Bildarbeit.

Ich habe all diese Wege kennengelernt, ausprobiert und in meine Arbeit aufgenommen. Und trotzdem dachte ich immer wieder:

Ja … das gehört alles dazu. Aber es ist nicht alles.

Nicht einmal die Summe all dieser Begriffe konnten das beschreiben, was ich in meinen Bildern und gemeinsam mit meinen Teilnehmerinnen und Teilnehmern erlebt habe.

Meine erste kleine Erleuchtung

Irgendwann habe ich aufgehört, nach der einen richtigen Art zu malen zu suchen. Denn ich habe gemerkt: Es ist gar nicht entscheidend, ob ich intuitiv, bewusst, heilsam, biografisch oder kunsttherapeutisch male.

Entscheidend ist etwas ganz anderes.

🎨 Wie begegne ich meinem Bild?

Halte ich meinen Stift fest oder ganz locker?

Male ich vorsichtig in einer kleinen Ecke oder nehme ich mutig das ganze Blatt ein?

Darf ich drübermalen?

Traue ich mich, etwas Neues auszuprobieren?

Vertraue ich meinem ersten Impuls?

Oder möchte ich alles kontrollieren?

Mit welcher Absicht beginne ich überhaupt ein Bild?

Nicht nur, was wir malen, sondern auch, wie wir es tun, erzählt eine Geschichte über uns.

Und genau das fasziniert mich bis heute, weil es viel größer ist, als ich glaubte.

Denn irgendwann wurde das Malen für mich zu einer neuen Sprache. Nicht aus Worten. - Eine Sprache aus Farben, Formen, Symbolen, Materialien, Bewegungen und all den kleinen Entscheidungen, die wir beim Malen treffen.

Liebevolles Malen bedeutet für mich deshalb nicht, liebe oder besonders schöne Bilder zu malen, aber schon irgendwie auch als Teil…

Es bedeutet, dem Bild und mir selbst mit Neugier, Mitgefühl und Offenheit zu begegnen.

Dem Licht genauso wie dem Schatten.

Der Freude genauso wie der Traurigkeit.

Dem Bekannten genauso wie dem, was sich erst noch zeigen möchte.

Jede Art zu malen öffnet eine andere Tür.

Manche führt dich zu deinen Gefühlen.

Eine andere zu deiner Lebensgeschichte.

Wieder eine andere schenkt dir Mut, Vertrauen oder einen neuen Blick auf dich selbst.

Keine dieser Türen ist wichtiger als die andere.

Denn jeder Mensch braucht etwas anderes.

Und manchmal öffnen sich mehrere Türen gleichzeitig.

Genau deshalb möchte ich dir auf den nächsten Seiten die verschiedenen Arten des Malens vorstellen.

Nicht, damit du dich für eine entscheiden musst.

Sondern damit du herausfinden kannst, welche Türen dich auf deinem eigenen Weg begleiten möchten.

AUSDRUCKs Malen

WAS WILL RAUS?

Ausdrucksmalen… muss ich jetzt Farbe durch den Raum werfen?

Das kennen viele vom Action Painting. Farbe wird geschleudert, gekleckst oder mit vollem Körpereinsatz auf die Leinwand gebracht.

Und ja – auch das kann Ausdrucksmalen sein.

Es muss aber überhaupt nicht. Ausdruck hat nichts mit Lautstärke zu tun.

Du kannst Farbe voller Kraft werfen. Oder mit einem einzigen feinen Bleistiftstrich etwas ausdrücken.

Du kannst laut malen. Oder ganz leise.

Wild. Oder ruhig mit Entspannnungsmusik.

Mit schnellen Bewegungen. Oder Strich für Strich, in deinem eigenen Tempo.

Denn es geht nicht um die Technik. Es geht um deinen Ausdruck.

Das Wort verrät es eigentlich schon.

WAS WILL RAUS? Wir drücken etwas nach außen, das bisher nur in unserem Inneren spürbar war.

Vielleicht ist es Freude. Vielleicht Wut. Vielleicht Traurigkeit. Oder ein Gefühl, das sich gar nicht in Worte fassen lässt.

Manchmal werden Gefühle so groß, dass wir sie nur noch körperlich wahrnehmen. Der Hals wird eng. Der Bauch zieht sich zusammen. Die Schultern werden schwer.

Beim Ausdrucksmalen dürfen diese Gefühle aus dem Körper heraus ins Bild fließen.

Sie bekommen einen Platz. Nicht, damit sie verschwinden. Sondern damit sie uns nicht mehr vollständig beherrschen.

Wenn etwas sichtbar wird, können wir ihm begegnen. Wir können es betrachten. Verstehen. Und lernen, besser mit ihm umzugehen.

Das schenkt oft Erleichterung. Manchmal wirkt es befreiend. Und manchmal genügt genau das.

Das Schönste am Ausdrucksmalen?

Es gibt keine Bewertung. Nicht von anderen. Und auch nicht von dir selbst. Das Bild muss nicht schön sein. Nicht ordentlich. Nicht verständlich. Es darf wild sein. Leise. Bunt. Dunkel. Oder fast leer.

Es ist einfach dein Ausdruck. Und genau deshalb ist er richtig.

Blumen in Softpastell malen

INTUITIVES MALEN

ACHTSAM IM MOMENT BLEIBEN!

Was verbirgt sich eigentlich dahinter - hinter dieser Intuition?

Intuition bedeutet für mich Bauchgefühl. Etwas Echtes, noch nicht manipuliert von meinen Gedanken. Es ist dieser Kern in mir. Das Reine, Sanfte und Liebevolle, das niemandem etwas zuleide tun möchte – auch mir selbst nicht.

Und genau diese Fragen stellen sich viele:

Wie bekomme ich Zugang zu meiner Intuition? Wo finde ich sie überhaupt? Und woher weiß ich, dass es wirklich meine Intuition ist?

Ich glaube, das geht nur durch achtsames Beobachten und wertschätzen der eigenen Gefühle. Durch das Wahrnehmen der eigenen Reaktionen im Körper und der Gefühle, die aufkommen.

Es geht darum, von Mal zu Mal ein kleines bisschen früher an sich selbst heranzufühlen. Diesen winzigen Moment zu erwischen, bevor die Gedanken wieder irgendein Schlupfloch finden und sich dazwischenmogeln. 😄

Wir üben das in den Kursen ganz einfach:

1. Spür mal zurück: Was war eigentlich zuerst da?

Bei der Farbwahl zum Beispiel.

Welche Farbe kam dir als Erstes in den Sinn? Was war deine erste Idee? Dieser kleine Funke, der ganz kurz aufgeblitzt ist – bevor sich dein Kopf wieder einmischt und dir erzählt, dass das Bild dann aber wirklich nicht mehr zur Deko in deinem Wohnzimmer passt. 😄

Genau diesen winzigen Moment meine ich.

Manchmal ist er so schnell vorbei, dass wir ihn kaum bemerken.

Und von Mal zu Mal versuchen wir, ihn ein bisschen früher zu erwischen.

2. Vertrauen!

Vertraue diesem Gefühl. Diesem Geistesblitz. Dem Funken.

Denn der kommt von innen.

Und jetzt kommt eigentlich schon die nächste Herausforderung: Nimm ihn ernst.

Nicht gleich wieder zerdenken. Nicht prüfen, ob er vernünftig ist. Nicht schauen, ob jemand anderes das genauso machen würde.

Du nimmst ihn einfach erst einmal an.

Die Aufgabe dieses zweiten Schrittes ist das Vertrauen in etwas Wahres in dir.

Und ja, das darf man üben. 😄

3. Denk nur einen Schritt. Nicht gleich das ganze Bild zu Ende.

Das ist nämlich ziemlich verlockend.

Kaum ist die erste Farbe gewählt, spielen wir im Kopf schon das fertige Bild durch.

Was soll dabei rauskommen? Wie soll es aussehen? Und wird es wenigstens ungefähr so schön, wie ich es mir gerade vorstelle?

Hallo Kontrolle. Da bist du ja wieder. 😄

Und nein – das ist nicht deine Intuition.

Das ist oft das, was du schon immer getan hast. Vielleicht, weil du Sätzen gefolgt bist wie:

Überleg dir das genau!

Spiel das erst einmal theoretisch durch. Ob das überhaupt was werden kann.

Das klappt nicht. Ich hab’s probiert und es ging schief.

Das ist nichts für dich. Du bist nicht praktisch veranlagt.

Das liegt in unserer Familie. Wir sind eben keine …

Und das war nur ein kleiner Ausschnitt an Sätzen.

Das ist nicht Intuition. Das ist Kontrolle.

Und Kontrolle entspringt oft der Angst und der Unsicherheit.

Es kann sein, dass du nie etwas Neues beginnst, weil es schiefgehen könnte.

Es kann sein, dass du heute noch genauso lebst wie vor 20 Jahren, weil du irgendwann angefangen hast zu glauben, dass du nur wenig bist und nicht viel kannst.

Es kann sein, dass du dir Dinge verbietest, ohne sie jemals ausprobiert zu haben.

Das ist nicht Intuition. Nicht Vertrauen. Und auch nicht Selbstliebe.

Beim Intuitiven Malen übst du mit diesen ersten drei Schritten etwas, das weit über dein Bild hinausgehen kann.

Du hörst dir wieder ein bisschen früher zu.

Du vertraust diesem kleinen Funken in dir.

Und du musst noch nicht wissen, wie das fertige Bild aussieht.

Nur den nächsten Schritt. Du bist dabei im Hier & Jetzt - wie bei Übungen zur ACHTSAMKEIT.

Vielleicht ist genau das die liebevollste Art, mit dir selbst und dem Leben umzugehen.

BEWUSST MALEN

MUSS ICH JETZT DENKEN BEIM MALEN?

Bewusstes Malen - wie du ein Bild absichtlich malst

Bewusst malen? Heißt das jetzt, ich soll beim Malen ganz viel nachdenken?“

Nein. 😄 Bewusstes Malen ist einfach ein anderer Zugang. Beim Intuitiven Malen vertraust du deinem ersten Impuls. Beim Bewussten Malen schenkst du deinem Bild zusätzlich eine liebevolle Absicht.

Vielleicht wachst du morgens auf und spürst:

Heute brauche ich Mut.

Oder:

Ich möchte liebevoller mit mir umgehen.

Vielleicht möchtest du deinem inneren Kind begegnen, mehr Vertrauen entwickeln oder lernen, besser für dich zu sorgen. Dann könnte dein innerer Auftrag lauten:

„Heute male ich für meinen Mut.“

„Ich male dieses Bild für mein inneres Kind.“

„Ich erlaube mir, gut für mich zu sorgen.“

Das Bild bekommt dadurch eine Richtung. Nicht, damit du das Ergebnis kontrollierst – sondern damit dein Inneres weiß, wofür du heute malst.

Eine Absicht ist wie ein Samenkorn.

Du legst es sanft in die Erde. Was daraus wächst, weißt du noch nicht. Vielleicht möchtest du Mut malen – und plötzlich entsteht eine kleine Maus. Früher hätte ich gedacht: Das passt doch gar nicht. Es müsste doch sowas wie ein Löwe sein. Heute werde ich neugierig.

Warum gerade eine Maus? Was braucht sie? Wovor hat sie Angst?

Das Bild erzählt seine eigene Geschichte. Und ich darf ihr zuhören. Nicht nur das Bild ist wichtig. Mich interessiert genauso der Weg dorthin.

🎨 Mit welchem Material möchtest du heute arbeiten? Mit Aquarell, Acryl oder Pastell? Mit Ton, einer Collage oder einem Künstlerbuch? Wie hältst du deinen Stift? Drückst du fest auf? Nimmst du das ganze Blatt ein oder machst du dich klein?

Nicht nur was du malst, sondern auch wie du malst, erzählt eine Geschichte über dich.

Jeder Mensch braucht dabei etwas anderes. Deshalb arbeite ich mit unterschiedlichen Methoden aus der Malerei, Biografiearbeit, kreativen Übungen, kunsttherapeutischen und – wenn es zum Menschen passt – auch spirituellen Ansätzen.

Bewusstes Malen bedeutet für mich nicht, das Bild zu kontrollieren. Es bedeutet, deinem Bild eine Richtung zu geben und gleichzeitig offen dafür zu bleiben, dass es dich überraschen darf.

Aquarellkurs Kinder Nürnberg

HEILSAMES MALEN

WIRD JETZT PLÖTZLICH ALLES GUT?

Heilsames Malen … wird jetzt alles gut?

Nein. Es geht nicht darum, dass plötzlich alles gut wird. Es geht darum, dass sich etwas bewegen darf.

Jedes Mal, wenn wir gestalten, verändern wir etwas. Wir erschaffen etwas Neues. Aus einem weißen Blatt entsteht eine Welt, die es vorher nicht gab.

Vielleicht kennst du das Gefühl, einen Raum neu zu streichen. Obwohl nur die Wand eine andere Farbe bekommen hat, fühlt sich plötzlich der ganze Raum anders an. Rein, neu - als kann man darauf jetzt neu dekorieren. Kannst du auch - das Dekorieren an der Wand gleich dem Aufbau einer neuen Lebenswelt. Du kannst es selbst ändern! Du hast es in der Hand!

Beim Malen auf einem Blatt Papier passiert etwas Ähnliches.

Wir verändern nicht nur Farben und Formen. Wir verändern unsere Sicht auf die Dinge. Manchmal ganz bewusst. Manchmal, ohne es überhaupt zu merken.

Farben, Formen, Materialien und Symbole lösen in Menschen unterschiedliches aus, Erinnerungen, Gefühle, Emotionen.

Deshalb kann derselbe Malauftrag bei zehn Menschen zehn völlig unterschiedliche Bilder entstehen lassen.

Unser Gehirn ist ein Leben lang lernfähig. Jedes Mal, wenn wir im Bild einen neuen Weg ausprobieren, eine andere Farbe wählen oder uns etwas trauen, das wir bisher vermieden haben, schenken wir unserem Gehirn eine neue Erfahrung. Aus vielen kleinen Erfahrungen können nach und nach neue Verbindungen, neue Sichtweisen und neue Möglichkeiten entstehen.

Und genau das macht Heilsames Malen für mich so besonders. Es zeigt keine allgemeingültige Wahrheit.

Es zeigt deine.

Während des Malens probieren wir aus, verändern, übermalen und erschaffen etwas neu. Manchmal bekommt die Traurigkeit einen Platz unter einem Baum. Manchmal führt ein Weg plötzlich um den Berg herum. Manchmal entsteht eine Brücke, wo vorher nur ein tiefes Tal war.

Nicht, weil das Bild zaubern kann. Sondern weil wir uns erlauben, im Bild etwas Neues zu erleben. Und manchmal verändert genau das auch unseren Blick auf das Leben.

Nach einem Bild ist die Welt für den Malenden oft ein kleines bisschen anders als vorher.

Nicht immer laut. Oft ganz leise.

Aber genau darin liegt für mich etwas Heilsames. Heilsames Malen bedeutet für mich nicht, dass Sorgen einfach verschwinden.

Es bedeutet, sich selbst besser zu verstehen, neue Möglichkeiten zu entdecken und Schritt für Schritt einen liebevolleren Umgang mit sich selbst zu entwickeln.

Vielleicht entsteht dabei Hoffnung.

Vielleicht Mut.

Vielleicht Frieden.

Oder einfach das Gefühl:

„Ich darf meinen eigenen Weg gehen.“

Heilsames Malen bedeutet für mich nicht, dass ein Bild dich heilt. Es eröffnet dir einen Raum, in dem Heilung geschehen darf – in deinem eigenen Tempo, auf deine eigene Weise.

BIOGRAFISCHES MALEN

MUSS ICH JETZT MEINE KINDHEIT AUFARBEITEN?

Biografisches Malen - Muss ich jetzt meine Kindheit aufarbeiten?

Nein. Beim Biografischen Malen geht es nicht darum, in der Vergangenheit stecken zu bleiben. Es geht darum zu verstehen, warum wir heute so fühlen, handeln oder reagieren.

Unsere Geschichte begleitet uns. Sie prägt unsere Sicht auf die Welt, unsere Beziehungen und oft auch den Umgang mit uns selbst.

Und genau deshalb begegnet sie uns manchmal auch in unseren Bildern. Vielleicht taucht immer wieder derselbe Weg auf. Eine Brücke. Ein Haus. Ein Baum. Oder ein kleines Kind.

Nicht, weil Bilder Rätsel aufgeben möchten. Sondern weil sie oft sichtbar machen, was in uns noch gesehen werden möchte.

Mich interessieren dabei besonders unsere unerfüllten Bedürfnisse. Denn ich glaube, dass sie – ganz gleich, wie alt wir heute sind – noch immer nach etwas suchen, das ich den Lebenshonig nenne.

Lebenshonig ist für mich all das, was unsere Seele nährt: Liebe, Sicherheit, Geborgenheit, Ermutigung, Vertrauen oder die Erlaubnis, einfach so sein zu dürfen, wie wir wirklich sind.

Was wir als Kind nicht ausreichend erfahren haben, können wir heute nicht ungeschehen machen.

Aber wir dürfen beginnen, es uns selbst nachzunähren.

Nicht aus Vorwurf.

Nicht aus Schuld.

Sondern aus unserer eigenen Verantwortung für das Leben, das heute vor uns liegt.

Genau daraus ist meine Malübung „Wurzelhonig“ entstanden.

Stell dir einen Baum vor.

Seine Wurzeln reichen tief in die Erde – dorthin, wo unsere Geschichte beginnt.

Mit dem Wurzelhonig füllen wir diese Wurzeln nicht mit Vorwürfen, sondern mit Akzeptanz, Mitgefühl und neuen Erfahrungen.

Wir nähren nach, was damals vielleicht gefehlt hat, damit daraus heute ein tragfähiges Fundament wachsen kann.

Nicht, weil wir unsere Vergangenheit verändern können. Sondern weil wir entscheiden dürfen, wie wir heute mit ihr weiterleben möchten.

So werden unsere Wurzeln wieder zu einer Kraftquelle.

Und auf einem gut genährten Wurzelsystem kann ein Baum auch in stürmischen Zeiten aufrecht stehen.

Beim Biografischen Malen arbeite ich deshalb mit Erlaubnissen.

Zum Beispiel:

🧡 Ich darf Fehler machen.

🧡 Ich darf Nein sagen.

🧡 Ich darf Hilfe annehmen.

🧡 Ich darf meinen eigenen Weg gehen.

🧡 Ich bin gut, so wie ich bin.

Diese Erlaubnisse bleiben nicht nur Gedanken.

Sie dürfen gemalt, gestaltet und erlebt werden.

Denn Bilder sprechen eine Sprache, die unser Herz oft viel früher versteht als unser Verstand.

Du kannst deine Vergangenheit nicht verändern.

Aber du kannst heute beginnen, liebevoll für das zu sorgen, was damals gefehlt hat.

Und genau darin liegt für mich die Kraft des Biografischen Malens.

SPIRITUELLES MALEN

BIN ICH JETZT ERLEUCHTET?

Spirituelles Malen - Juhu ich bin erleuchtet ⭐️

Das denken viele.

Vielleicht hast du Bilder von Engeln, Chakren, Mandalas oder Energiebildern im Kopf. Und ja – all das darf beim Spirituellen Malen seinen Platz haben. Das mag ich sogar sehr gerne.

Für mich beginnt Spiritualität aber viel früher.

Sie beginnt mit der Frage:

Wie begegne ich dem Leben?

Für mich bedeutet Spiritualität, immer mehr emotionale Intelligenz zu entwickeln. Mich selbst besser zu verstehen. Meine Gefühle wahrzunehmen, statt von ihnen überrollt zu werden. Immer wieder in meine Mitte zurückzufinden und ein Leben zu führen, das sich für mich stimmig anfühlt.

Spiritualität ist für mich keine Welt neben unserem Alltag. Sie ist mitten im Leben. Sie zeigt sich darin, wie wir lieben, vertrauen, vergeben, Entscheidungen treffen und mit Krisen umgehen. Sie begegnet uns überall – wenn wir bereit sind, uns darauf einzulassen.

Genau deshalb gehört Spiritualität für mich ganz selbstverständlich zum Malen. In gewisser Weise begleitet sie bei mir jeden Malprozess.

Manchmal fühlt es sich für mich an, als würde meine Hand geführt werden. Nicht von meinem Kopf, sondern von etwas Tieferem in mir. Ob du das Intuition, Seele, Gott, Universum oder einfach Vertrauen nennst, spielt für mich keine Rolle.

Der Name ist nicht entscheidend. Das Erleben ist es.

Manche Menschen arbeiten dabei gern mit Chakren, Engeln, Mandalas, Symbolen, Meditationen oder Energiearbeit.

Ich sehe sie nicht als etwas, woran man glauben muss. Für mich sind sie Möglichkeiten, sich selbst und das Leben aus einer anderen Perspektive zu betrachten. Sie können helfen, Zusammenhänge besser zu verstehen und dem, was wir fühlen, innere Bilder zu schenken.

Nehmen wir zum Beispiel ein Mandala. Viele kennen es als spirituelles Symbol. Für mich erzählt es noch etwas anderes.

In einem Mandala darf alles zusammenkommen. Wie in uns selbst finden dort viele Qualitäten ihren Platz. Es erinnert mich daran, dass das Leben nicht aus einzelnen Teilen besteht, sondern ein großes Ganzes ist.

Und genau deshalb liebe ich dieses Beispiel.

🌀 Ein Mandala kannst du intuitiv malen. Du kannst es bewusst gestalten. Du kannst ihm eine liebevolle Absicht schenken. Du kannst dich darin frei ausdrücken oder es Schritt für Schritt konstruieren. Es kann schlicht sein oder voller Details.

Ein einziges Bild kann viele verschiedene Arten des Malens in sich vereinen.

Und genau das ist für mich der Kern des Spirituellen Malens. Nicht die Symbole machen ein Bild spirituell. Sondern die Haltung, mit der wir ihm begegnen.

Mit Offenheit.

Mit Vertrauen.

Mit Neugier.

Und mit der Bereitschaft, zu entdecken, dass wir Teil von etwas Größerem sind – ohne dabei aufzuhören, ganz wir selbst zu sein.

KUNSTTHERAPIE

DU DARFST

Kunsttherapie.. aber ich kann nicht malen!

Das ist wahrscheinlich der Satz, den ich in der Klinik am häufigsten höre.

„Ich kann nicht malen.“

Und weißt du, jedes Mal denke ich: Wie schade, dass so viele Menschen so klein über sich denken.

Denn Kunsttherapie beginnt nicht mit einem schönen Bild. Sie beginnt mit einem Menschen. - Mit seiner Geschichte. - Seinen Stärken. - Seinen Sorgen. - Und der Frage:

„Was brauchst du gerade?“

Als Kunsttherapeutin begleite ich Menschen, die körperlich und/oder psychisch erkrankt sind. Viele haben irgendwann gelernt, dass ihre Bilder bewertet werden. Manche wurden ausgelacht. Andere haben früh entschieden: Ich kann das einfach nicht.

Deshalb braucht es viel Feingefühl, Geduld und manchmal auch ungewöhnliche Ideen, damit Menschen überhaupt wieder den Mut finden, kreativ zu werden.

Denn schließlich ist jede Bewegung eines Pinsels mit Farbe auf Papier bereits Malen. Ein Mann sagte letztens zu mir, er kann nicht malen. Er bemalte dann doch eine Holzkiste und ich fragte, was sich verändert hat und er meinte: Das ist ja nicht malen, das ist streichen… das ist nicht lustig, das sagt mir: wenn es nach Arbeit klingt, mach ich das natürlich, wenn es meiner Selbstheilung dient, dann erlaube ich es mir nicht.

Mich interessiert im Prozess gar nicht als Erstes, was jemand malt. Mich interessiert viel mehr, wie er malt. Zögert jemand lange, bevor der erste Strich entsteht? Macht er sich klein auf dem Blatt? Drückt er den Stift fest aufs Papier oder streicht er ganz sanft darüber?

Hört er sich selbst sagen: „Ich bin wieder zu blöd.“

Traut er sich, etwas zu verändern? Oder bleibt er lieber beim Vertrauten? All das erzählt eine Geschichte. Nicht, um einen Menschen zu bewerten. Sondern um ihn besser zu verstehen. Denn das Bild ist immer nur ein Teil.

Genauso wichtig sind der Malprozess, meine Beobachtungen, die Symbolik, die Anordnung im Bild und der Umgang mit Farben, Materialien und sich selbst.

Aus all diesen Puzzleteilen entsteht nach und nach ein Gesamtbild. Ich arbeite dabei besonders gern ressourcenorientiert.

Mich interessiert nicht nur, was schwer ist.

Mich interessiert vor allem, welche Fähigkeiten, Stärken und Erfahrungen bereits da sind und wie wir sie gemeinsam wieder sichtbar machen können.

Die Biografie hilft mir oft zu verstehen, wo bestimmte Muster entstanden sind. Nicht, um in der Vergangenheit stehen zu bleiben. Sondern um neue Möglichkeiten für die Zukunft zu eröffnen.

Körper und Seele beeinflussen sich gegenseitig.

Deshalb begegne ich jedem Menschen ganzheitlich – mit seiner Geschichte, seinen Bedürfnissen und seinen Möglichkeiten.

Kunsttherapie bedeutet für mich deshalb nicht, Probleme zu suchen.

Sie bedeutet, Menschen dabei zu begleiten, sich selbst besser zu verstehen und wieder Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten zu entwickeln.

Manchmal beginnt das mit einem einzigen Strich. Und manchmal mit dem ersten Gedanken:

„Vielleicht kann ich ja doch malen.“

Fortbildung Therapie mit Kindern Jugendlichen ADHS ASS

Viel mehr als das ❤️

Was noch hinzugekommen ist…

Und dann fand ich meine zwei Worte …

Jetzt kennst du die verschiedenen Arten des Malens, die mich über viele Jahre begleitet und meine Arbeit geprägt haben.

Intuitives Malen. Bewusstes Malen. Heilsames Malen. Spirituelles Malen. Biografisches Malen. Ausdrucksmalen und kunsttherapeutische Bildarbeit.

Sie alle gehören für mich dazu.

Und trotzdem sind sie nicht das, was ich mit Liebevollem Malen meine.

Denn irgendwann habe ich verstanden, dass es mir um etwas geht, das noch viel tiefer liegt.

🎨 Deine eigene Art zu malen zu finden.

Nicht meine.

Nicht die deiner Mallehrerin.

Nicht die aus einem Buch oder einem Video.

Deine.

Denn je länger ich Menschen beim Malen begleite, desto deutlicher sehe ich: Der Weg zum eigenen Malen ist dem Weg zum eigenen Leben unglaublich ähnlich.

Du probierst aus. Du vergleichst dich. Du zweifelst. Du hältst dich an Regeln, von denen du manchmal gar nicht mehr weißt, wer sie eigentlich aufgestellt hat. 😄

Und irgendwann fragst du dich:

Was davon bin eigentlich ich?

Welche Farben liebe ich wirklich?

Wie möchte ich malen?

Was fühlt sich für mich stimmig an?

Was möchte durch mich in die Welt?

Und genau dieselben Fragen begegnen uns im Leben.

Wer bin ich? Was gehört zu mir? Wie möchte ich leben? Und was möchte ich in diese Welt bringen?

Für mich beschreibt Liebevolles Malen deshalb einen persönlichen Entwicklungsweg.

All die Malarten, Methoden und Möglichkeiten, die ich dir vorher gezeigt habe, können dich dabei begleiten. Du darfst dir herauspicken, was zu dir passt, was dich stärkt, was dich neugierig macht und was dir hilft, dich selbst ein Stück besser zu verstehen.

Aber am Ende geht es nicht darum, möglichst viele Methoden zu kennen.

Es geht darum, dich zu erkennen.

Dein eigenes Malen zu finden.

Dein eigenes Sein zu entdecken.

Und den Mut zu entwickeln, daraus dein Leben zu gestalten.

Vielleicht habe ich deshalb so lange nach diesen zwei Worten gesucht.

LIEBEVOLLES MALEN.

Weil die Art, wie wir unseren Bildern begegnen, so viel darüber erzählen kann, wie wir uns selbst und unserem Leben begegnen.

Und weil wir auf einem Blatt Papier etwas Wunderbares üben dürfen:

Immer mehr wir selbst zu sein.

🧡

Beginne zu malen wie DU.